EKD-Vize: Friedensstrategie stößt in Syrien an Grenzen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die westfälische Präses Annette Kurschus, hat den Kampfeinsatz der Bundeswehr gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien kritisiert. „Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es wenig hilfreich ist, auf Gewalt mit Gewalt zu antworten“, sagte Kurschus der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Und ich frage mich mit vielen anderen, wo genau der militärische Einsatz in Syrien hinführen soll.“

Allerdings habe diese Argumentation ein Problem. „Die Schwierigkeit ist, dass der IS kein Staat ist. Wir haben es hier mit Menschen zu tun, mit denen man letztlich nicht verhandeln kann.“ Deshalb komme „man da an Grenzen, wenn man sich für den Vorrang von Verhandlungen und Friedensübereinkünfte ausspricht“, und deshalb gelte: „Wir sind nicht unter allen Umständen gegen den Einsatz.“

Syrische Sicherheitskräfte, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Syrische Sicherheitskräfte, über dts Nachrichtenagentur