Ein rotes Kreuz auf den Schultüten – 56 Auszubildende starten an der Krankenpflegeschule des Klinikums Memmingen

Die 56 Neulinge der Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege am Klinikum Memmingen. Foto: Eva Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

Die 56 Neulinge der Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege am Klinikum Memmingen. Foto: Eva Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

Ausbildungsbeginn an der Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege des Klinikums Memmingen: Die 56 Neuen halten Schultüten in der Hand, die sie zur Begrüßung überreicht bekamen. Anders als bei normalen Schultüten zieren diese aber – dem Berufsbild entsprechend – ein rotes Kreuz auf weißem Grund. Im Stundenplan der dreijährigen Berufsausbildung stehen Fächer wie „Gesundheits- und Krankenpflege“, „Recht und Verwaltung“ oder „Grundlagen der Pflege“.

In den ersten sieben Einführungswochen lernen die 22 Kinderkrankenpflege- und 34 Krankenpflegeschüler den menschlichen Körper besser kennen, sie werden über die Rechte und Pflichten ihres Ausbildungsvertrages aufgeklärt und üben in Kinästhetik-Kursen, wie man schwere Patienten möglichst rückenschonend bewegen kann. An Übungspuppen oder an ihrem Banknachbarn werden sie trainieren, wie man im Krankenhausalltag die Patienten richtig wäscht oder anzieht. Daneben umfasst der 2100 Stunden dauernde Unterricht in Blockphasen auch die Fächer Berufskunde, Kommunikation und Sozialkunde.

Weitere 2500 Stunden sind die angehenden Gesundheits- und (Kinder-)
Krankenpfleger in allen Fachbereichen des Memminger Klinikums im Einsatz, wie unter anderem der Chirurgie, der Inneren Medizin, der Gynäkologie oder der Intensivstation. Dabei werden sie von Praxisanleitern, Lehrern für Pflegeberufe und Pflegepädagogen ausgebildet.

„Wir legen Wert auf eine gute Vernetzung von Theorie und Praxis“, betont der Leiter der Krankenpflegeschule Fridolin Bruckner.

Die neuen Kurse werden von den Berufsschullehrern Natalie Zobel und Siegfried Beer geleitet. Neben 53 jungen Frauen haben sich auch drei männliche Schüler für die dreijährige Ausbildung entschieden, der eine Reihe fachspezifischer oder fachverwandter Weiterbildungen angehängt werden können, wie beispielsweise: Fachkrankenpflege für Intensiv, Anästhesie, OP oder Psychiatrie sowie Studiengänge in den Bereichen Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft.

Neu ist in diesem Ausbildungsjahr eine Kooperation mit dem Klinikum Kempten. Das bedeutet, dass acht der Kinderkrankenpflegeschüler ihre praktischen Phasen am Klinikum Kempten statt in Memmingen absolvieren werden. Die beiden Kliniken bilden zusammen das Perinatalzentrum Allgäu, das sich um eine qualitativ hochwertige Versorgung von Schwangeren und Frühgeborenen kümmert.

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