Ehingen – Suizid nach Messerattacke

Ulm/Ehingen | 28.07.2011 | 11-651

Polizei54Mit einem Messer hat ein 59-Jähriger am Donnerstagabend, 28.07.2011, den Mann angegriffen, mit dem seine Ehefrau jetzt eine Beziehung hat. Danach nahm er sich das Leben, so der Stand der Ermittlungen. Wie die 53-Jährige der Polizei berichtete, klingelte ihr getrennt lebender Ehemann gegen 19.40 Uhr an der Wohnungstür ihres neuen Partners im Raum Ehingen, wo sie zu Besuch war. Als dieser öffnete, stach ihr Mann sofort auf ihren Lebensgefährten ein. Die Frau wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und ging dazwischen. Dabei stürzte sie und verletzte sich leicht. Der Angreifer flüchtete, während der Schwerverletzte über Notruf um Hilfe rief. Die Frau leistete ihm Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der 67-Jährige hatte derartige Stichverletzungen erlitten, dass er zunächst in Lebensgefahr schwebte. Der Rettungsdienst brachte ihn nach der Erstversorgung durch den Notarzt zur stationären Behandlung in eine Klinik. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr.

 

Die Polizei führte eine Großfahndung nach dem Ehemann aus dem Alb-Donau-Kreis und seinem Wagen durch, daran war auch ein Polizeihubschrauber beteiligt. Gegen 2.00 Uhr fand ein Polizeibeamter das gesuchte Auto auf einem Parkplatz bei Untermarchtal. An der weiteren Suche nach dem Mann selbst beteiligten sich auch Kräfte der Bundespolizei mit einem Polizeihund. In dem unwegsamen Gelände fanden die Beamten den 59-Jährigen am Morgen tot auf. Die Kriminalaußenstelle Ehingen geht nach den bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat.

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