ECDC – Sieger müssen auch Niederlagen wegstecken

ECDC Memmingen + 03.11.2013 + 13-2020

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Eishockey-Bayernligist ECDC Memmingen hat nach zuletzt fünf Siegen in Serie am Sonntag Abend, 03.11.2013, mit 1 : 6 gegen den EV Lindau verloren. Ausgerechnet im Derby vor 1.400 Zuschauern am Memminger Hühnerberg erwischten die Indians einen schwarzen Tag und lagen schon nach drei Minuten mit 0:2 hinten. In der Folge erspielten sich die Rot-Weißen zum Teil gute Chancen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Islander-Goalie Varian Kirst. Besser machten es die Gäste, die ihre Chancen konsequent nutzten und den verdienten Erfolg einfahren konnten.

Die zweite Saisonniederlage ist für den ECDC kein Beinbruch – dennoch ist die Mannschaft gefordert, die Scharte schon beim nächsten Spiel am kommenden Samstag bei Aufsteiger Regen wieder auszuwetzen.

1.400 Fans, eine prächtige Stimmung und eine Indians-Mannschaft, die in den letzten drei Begegnungen ganze 27 Tore schoss – eigentlich war alles bereitet für ein weiteres rot-weißes Fest am Hühnerberg. Doch dann erwischten die Hausherren einen wahren Horrorstart ins Derby. Wohlwissend um die Überzahlstärke der Gäste wurde auf Memminger Seite zuvor die Devise ausgegeben, fern von der Strafbank zu bleiben. In der Realität tummelten sich nach 100 Sekunden gleich drei ECDC-Cracks auf eben dieser und die Indians sahen sich einer 3-5 Unterzahl ausgesetzt. Wer dachte, das Spiel könnte unglücklicher nicht beginnen, sah sich getäuscht: Die Islanders zeigten sich eiskalt im Powerplay und nutzten die Situation zu einer 2:0 Führung durch Sekula und Arnold nach nicht einmal drei Minuten. Nach gut acht Minuten bekamen auch die Memminger ihre Möglichkeit zu einer doppelten Überzahl. Doch schon jetzt wurde deutlich, dass das heute nicht der Tag der Indianer sein sollte. Es gelang nur wenig und wenn sich eine gute Tormöglichkeit ergab, wusste die der stark aufspielende Gäste-Goalie Kirst zu vereiteln. Besser machten es die Lindauer, die in der 14. Minute durch Cech auf 3:0 erhöhten. Für den glücklosen Alex Reichelmeir rückte nun Martin Niemz ins ECDC-Gehäuse.

Das gleiche Bild bekamen die Zuschauer zunächst auch im zweiten Drittel zu sehen. Hoffnung im Lager der Rot-Weißen keimte auf, als Martin Schweiger in der 29. Minute das 1:3 gelang. Doch diese war nicht von allzu langer Dauer. Nachdem Al Joanette mit einem Break zum möglichen 2:3 erneut am Lindauer Schlussmann scheiterte, nutzte Cech eine Unaufmerksamkeit in der Memminger Defensive zum wohl vorentscheidenden 1:4. Lindau spielte das Ganze nun sehr routiniert und gut organisiert, so dass jegliche Versuche der Indians, noch einmal heranzukommen, verpufften. Im Gegenteil: Kurz vor Drittelende markierte Mikesz sogar das ernüchternde 1:5.

So bot das letzte Drittel keine große Spannung mehr, aber zumindest ein wenig Derbyfeeling auf dem Eis. Dort ging es ein paar Mal noch heftig zur Sache und bescherte beiden Teams am Ende des Spiels insgesamt 148 Strafminuten. Den 1:6 Endstand besorgte erneut Jiri Mikesz.

So stand am Schluss eine bittere, wenn auch verdiente Derbyniederlage. Die Lindauer präsentierten sich über 60 Minuten konzentrierter und entschlossener als die Memminger. Die Chance zur Wiedergutmachung vor den eigenen Fans steht jedoch schon in zwei Wochen bevor: Dann folgt das große Allgäu-Derby gegen den ERC Sonthofen am 17. November. Zuvor jedoch, am kommenden Samstag, geht die Reise für die Rot-Weißen zunächst in den Bayerischen Wald. Während die anderen BEL-Teams in der Deutschland Cup-Pause die Beine hochlegen, steht für die Indians das Nachholspiel bei Aufsteiger Red Dragons Regen an. Beste Gelegenheit also, das Negativerlebnis direkt auf dem Eis zu verarbeiten.

ECDC Memmingen : EV Lindau

1 : 6 (0 : 3 / 1 : 2 / 0 : 1)

Foto: Fuchs

 

Tore:

1.Dr.:

0:1 (02:00) Sekula (Cech, Mlynek) 5-3

0:2 (02:56) Arnold 5-4

0:3 (13:54) Cech

 

2.Dr.

1:3 (28:54) Schweiger (Hoffmann, Krafczyk) 5-4

1:4 (31:03) Cech

1:5 (39:24) Mikesz (Martini)

 

3.Dr.

1:6 (45:46) Mikesz (Cech, Mlynek)

 

Strafen:

ECDC –  16 + 10 (Jainz) 5 + SD (Stotz) + 5 + SD (Polaczek)

EVL –  22 + 5 + SD (Merk) + 5 + SD (Masak)

 

Zuschauer: 1.395

 

Reichelmeir (14:30), Niemz – Hoffmann, Stotz, Schmelcher, Schirrmacher, Jainz, Tenschert, Neumann – Joanette, Polaczek, Zientek, Rott, Kerber, Zimmermann, Krafczyk, Schweiger, Becker, Pertl, Börner, Simon


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