ECDC – Erfolgreiches Test-Wochenende für vielversprechende Memminger Indians

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Foto: Uwe Fuchs

Aufschlussreich und überaus vielversprechend – so lautet das Fazit der Memminger Indians nach einem intensiven Vorbereitungswochenende mit drei Spielen an drei Tagen. Zwar verlor der ECDC am Sonntagabend beim Liga-Konkurrenten HC Landsberg mit 4:6, doch die Spiele von Freitag und Samstag sorgten für Begeisterung und Aufbruchsstimmung bei den Fans: Gegen den amtierenden Oberligameister VER Selb setzte es am Samstag vor rund 550 Zuschauern nur eine knappe 2:3-Niederlage. Beim ebenfalls klassenhöheren EC Peiting gingen die Indians am Freitagabend sogar mit 4:3 als Sieger vom Eis. Weiter geht es für den bayerischen Eishockey-Vizemeister am kommenden Wochenende mit den Auswärtspartien in Miesbach (Freitag, 20 Uhr) und Bad Wörishofen (Sonntag, 17 Uhr)

 

Nicht einmal 24 Stunden nach dem schwer erkämpften und nicht zu erwartenden Sieg beim Oberliga-Topteam Peiting (Tore: Schweiger, Miettinen, 2x Kerber) wartete auf die Spieler von ECDC-Coach Jogi Koch schon der nächste schwere Test. Kein Geringerer als der amtierende Oberligameister aus Selb gab seine Visitenkarte am Hühnerberg ab. Selb befand sich auf einer Testspieltour in Südbayern und schlug am Freitag den Bayernliga-Konkurrenten TEV Miesbach mit 6 zu 2. Die Indians bestätigten ihre tolle Frühform erneut und boten dem hohen Favoriten mehr als nur Paroli. Das erste Drittel wurde fast komplett dominiert, einzig die mangelnde Chancenverwertung galt es zu bemängeln. Für die 1 zu 0 Führung (14. Minute) reichte es dennoch: Direkt im Anschluss an eine Unterzahl wurde Markus Kerber, gerade von der Strafbank gekommen, auf die Reise geschickt und er konnte im Nachschuss erfolgreich abschließen. Die Gäste blieben speziell im ersten Abschnitt einiges schuldig. 

Das zweite Drittel war dann deutlich ausgeglichener und ausgerechnet in der ersten kleinen Drangphase der Selber zog ECDC-Kanadier Jordan Baker auf und davon und schloss den Konter eiskalt zum 2 zu 0 für den Außenseiter (23.) ab. Im weiteren Spielverlauf ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. In der 37. Minute nutzte der VER dann ein Powerplay zum Anschlusstreffer, Schneider vollstreckte eine schöne Kombination. Der Memminger Keeper Martin Niemz, der zur Spielhälfte Alexander Reichelmeir ablöste, musste also das erste Mal hinter sich greifen.

Im letzten Drittel merkte man den Wölfen aus Selb deutlich an, dass sie ihr letztes Testspiel nur ungern mit einer Niederlage abschließen möchten. Das Tempo wurde nochmals verschärft und auch das Körperspiel wurde mehr und mehr intensiviert. Die Memminger blieben aber jederzeit gefährlich und hätten das Spiel auch für sich entscheiden können, leider wurden die zahlreichen Chancen nicht genutzt. In der 45. Spielminute gelang Jari Neugebauer der Ausgleich. Nach einem feinen Zuspiel von Nägele ließ er Martin Niemz keine Abwehrchance. Den Siegtreffer erzielten die Selber in Minute 52, als Herbert Geisberger aus spitzem Winkel einnetzen konnte. Die größte Ausgleichsmöglichkeit ließ Indianer Patrick Zimmermann liegen, als er mit einem Penalty scheiterte. Wermutstropfen waren die Blessuren von Markus Kerber und Jordan Baker, die beide die Partie nicht zu Ende spielen konnten. Nach intensiven Vorbereitungswochen war tags darauf auch ein wenig die Luft raus beim ECDC. In Landsberg – gleichzeitig der erste Heimgegner am BEL-Auftaktwochenende (12. Oktober) – verschliefen die Memminger das erste Drittel komplett. Tenschert und Krafczyk konnten die 2-Tore-Führung der Riverkings im zweiten Abschnitt zwar noch ausgleichen, danach ging aber nicht mehr viel. Positiv aber weiterhin die Moral der Mannschaft, die nach einem 2:5-Rückstand im Schlussdrittel durch Tore von Pertl und Schirrmacher nochmals rankam, in der letzten Minute aber noch ein Empty-Net-Goal hinnehmen musste.

In den ersten Tagen dieser Woche ist für die Indianer nun erst mal auskurieren angesagt. „Wir werden kein Risiko eingehen und angeschlagene Spieler schonen“, so die Maßgabe des BEL-Vizemeisters. Am Freitag geht die Reise dann nach Miesbach, wo der TEV Revanche für die 6:5-Auftaktniederlage am Hühnerberg nehmen will. Am Sonntag treten die Memminger zum Derby beim Landesligisten EV Bad Wörishofen an.

 

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