Ebola-Experte fordert Krankenhäuser für Westafrika

Ebolavirus, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ebolavirus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes und Sprecher des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen beim Robert-Koch-Institut, René Gottschalk, hat die Lieferung kompletter Krankenhäuser nach Westafrika gefordert, um die Ebola-Epidemie einzudämmen. „Man muss ganze Hospitäler dort hinschaffen oder ein Hospitalschiff vor der Küste vor Anker gehen lassen“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Montagsausgabe). „Denn jedes mobile Hospital, das Europa hat, ist 1.000 Mal besser als die afrikanischen Hospitäler. Wir müssten natürlich Personal mit runter schicken und Labore“, so Gottschalk weiter.

„Mit unserer Schutzausrüstung hätte dieses Personal auch nichts zu fürchten. Dann könnte man das hinkriegen. Aber es würde eine unglaubliche Anstrengung erfordern.“ Gottschalk fügte hinzu: „Diesen Ländern ist nur noch von außen zu helfen. Von selbst können sie das nicht. Die Weltgesundheitsorganisation hat zuletzt 20.000 Fälle prognostiziert. Das würde bei einer Mortalitätsrate von 50 Prozent 10.000 Tote bedeuten. Ich glaube, dass es viel mehr sein werden.“

Über dts Nachrichtenagentur

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