Ebola: EU-Gesundheitskommissar für Untersuchungen bei Einreise nach Europa

Brüssel – Angesichts der Verschärfung der Ebola-Krise in Westafrika hat EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg die Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgerufen, sich auf eine mögliche Ausbreitung des lebensgefährlichen Virus in Europa vorzubereiten. Dazu gehörten auch Untersuchungen für Reisende, die aus den Krisengebieten nach Europa kommen. „Während der eigentliche Ebola-Krisenherd in Westafrika liegt, sollte es auch unsere Pflicht sein dafür zu sorgen, dass Europa darauf vorbereitet ist, richtig mit dem Virus umzugehen“, sagte Borg der Zeitung „Die Welt“ unmittelbar vor dem Ebola-Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister am Donnerstag in Brüssel.

„Wir müssen sicher stellen, dass die Labore, die ärztliche Versorgung, die Krankenhäuser und der öffentliche Gesundheitsdienst in der Lage sind, zu reagieren, um unsere Bürger schnell und effektiv zu schützen und die Verbreitung von Ebola zu stoppen, falls die Krankheit in Europa ankommen sollte“, so Borg weiter. Bei Einreisen aus den Krisengebieten in die Europäische Union sollen nach Ansicht von Borg Untersuchungen an den betreffenden Passagieren vorgenommen werden: „Dabei könnten die Reisenden und die Flugzeugcrew notwendige Informationen erhalten, die EU-Bürger beruhigt werden und möglicherweise auch infizierte Passagiere identifiziert werden.“

Über dts Nachrichtenagentur

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