DNA-Spur im Fall Peggy: Ermittler prüfen mögliche Verunreinigung

Bayreuth (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Fund von DNA des NSU-Terroristen Uwe B. in der Nähe der sterblichen Überreste der getöteten Peggy aus Lichtenberg prüfen die Ermittler nun eine mögliche Verunreinigung. Es hätten sich „mögliche Anhaltspunkte dafür ergeben, dass durch die mit der Spurensicherung in beiden Fällen befasste Tatortgruppe der Polizei in Thüringen teilweise identisches Spurensicherungsgerät verwendet wurde“, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstag mit. Es seien jedoch noch „weitere umfassende und zeitaufwändige Ermittlungen“ nötig.

Die beiden NSU-Terroristen Uwe B. und Uwe M. waren 2011 in einem Wohnmobil in Eisenach tot aufgefunden worden. Bereits im Jahr 2001 war die damals neun Jahre alte Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg verschwunden. Ihre sterblichen Überreste wurden erst im Juli 2016 in einem Waldstück in Thüringen entdeckt, rund zwölf Kilometer Luftlinie von Lichtenberg entfernt.

Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur