Diesel-Studie: Hardware-Nachrüstung macht Luft sauberer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine neue Studie zur Dieselnachrüstung kommt zu dem Ergebnis: Eine Hardware-Nachrüstung macht die Luft sauberer, aber sie kostet viel Geld und dauert Jahre. Fünf Hochschulprofessoren haben im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums zehn Dieselmodelle untersucht, ob eine Hardware-Nachrüstung zur NOx-Reduzierung von Euro 5 auf Euro 6 durch Fahrzeughersteller oder Nachrüstanbieter realisierbar ist. Ergebnis: Es besteht die Möglichkeit zur Nachrüstung und würde für eine deutliche NOx Reduzierung bei den Dieselmotoren sorgen.

Problem: Bei den Fahrzeugherstellern verfügbare Nachrüstung-Programme seien teuer (über 5.000 Euro inklusive Einbau) und wären erst nach einer Entwicklungsdauer von 1 bis 1,5 Jahren verfügbar. Auf neu zu entwickelnde Nachrüst-Lösungen müsste man sogar drei Jahre warten. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte der „Bild am Sonntag“: „Meiner Einschätzung zufolge ist der Effekt unzufriedenstellend. Es gibt bei Hardware-Nachrüstungen technische, rechtliche und finanzielle Bedenken. In die alte Diesel-Flotte zu investieren, ist nicht nur eine Investition in die Vergangenheit, sondern braucht auch unglaublich lange Zeit, nämlich eineinhalb bis drei Jahre.“ So löse man das Grundproblem garantiert nicht, so Scheuer.

Luft-Messstation, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Luft-Messstation, über dts Nachrichtenagentur