Deutsche Bank: Arbeitnehmer müssen stärker vom Wohlstand profitieren

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Berlin – Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, warnt vor einem weiteren Auseinanderklaffen der Vermögensverhältnisse in Deutschland: „Die Reichen dürfen ihre Augen nicht vor den Sorgen der anderen verschließen“, sagte Fitschen dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). „Auf Dauer müssen alle Mitglieder der Gesellschaft vom wachsenden Wohlstand profitieren. Alles andere ist nicht gesund“, mahnte der Banker, der seit 2012 mit seinem Kollegen Anshu Jain an der Spitze der größten deutschen Bank steht.

Nachholbedarf sieht Fitschen vor allem bei den Arbeitnehmern. Viele Menschen hätten in den vergangenen zehn Jahren keine Reallohnerhöhung gesehen. „Irgendwann könnte der Geduldsfaden reißen, wenn die Vermögenden in Zukunft immer mehr verdienen, während zu viele Bürger das Gefühl entwickeln, nicht angemessen teilhaben zu können an dem gemeinsam erwirtschafteten Mehrwert“, warnte Fitschen. Konkreten Handlungsbedarf sieht der Banker bei der kalten Progression. „Es lohnt sich für viele Menschen nicht, sich anzustrengen, weil Gehaltserhöhungen von der Steuer aufgefressen werden“, gab Fitschen zu bedenken.

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