Designierter Interpol-Chef warnt vor Zunahme der Cyberkriminalität

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Berlin – Kurz vor seiner Wahl zum Generalsekretär von Interpol hat Jürgen Stock vor einer dramatischen Zunahme der Computer-Kriminalität gewarnt. Dem Nachrichtenmagazin „Focus“ sagte der Vizepräsident des Bundeskriminalamts (BKA): „Angesichts des rasanten technologischen Fortschritts werden Straftäter schon bald über ungeahnte Möglichkeiten verfügen, um gigantische kriminelle Erlöse zu erzielen.“ Stock zufolge hat das Problem schon heute „weit größere Ausmaße angenommen als viele glauben“.

Die Öffentlichkeit erfahre über Computer-Straftaten „nur einen Bruchteil dessen, was wirklich passiert“. Der Kampf gegen die Cyberkriminalität ist dem künftigen Chef der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation (Interpol) zufolge „eine der größten Herausforderungen“ für die Polizeibehörden weltweit. Deshalb sei es wichtig, „neue kriminalistische Methoden und innovative Werkzeuge zu entwickeln“, so Stock. Mit Blick auf seine künftigen Aufgaben bei Interpol sagte er: „Wir müssen die Datenqualität in den Fahndungsdateien verbessern und noch stärker darauf drängen, dass Mitgliedsstaaten ihre Informationen eingeben.“ Eher schwach aufgestellte Polizeibehörden sollten intensiver trainiert werden. Der 55-Jährige soll am 7. November in Monaco zum neuen Interpol-Generalsekretär gewählt werden. Der aus Hessen stammende Beamte wäre der erste Deutsche an der Spitze der mit 190 Mitgliedsstaaten weltweit größten Polizeiorganisation.

Über dts Nachrichtenagentur

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