Der Augsburger Zoo hat einen neuen Löwen – Aru stammt aus dem Berliner Zoo

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Foto: Pöppel

Der neue Augsburger ist kein Unbekannter. Er stammt aus dem Berliner Zoo und hat dort schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt und überlebte einen Giftanschlag.

Der Löwe Aru lebte im Berliner Zoo mit seiner Schwester Aketi zusammen. Nach ihrer Geschlechtsreife wurden die beiden 2010 mehrfach miteinander verpaart. Die Zucht lief noch unter dem früheren Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz und war ein Misserfolg, wie die Berliner BZ berichtet. Von insgesamt neun Kätzchen starben acht, nur eines überlebte.

Ein Skandal, der für Proteste von Tierschützern sorgte und sogar die Politik in der Bundeshauptstadt beschäftigte. Der Berliner Senat verbot die Inzucht. Diese Praxis sei nicht mit der Erhaltung eines gesunden Genpools und deshalb auch nicht mit dem Artenschutzgedanken vereinbar, hieß es.

Im Sommer 2012 gab es offenbar einen Giftanschlag im Berliner Zoo aud Aru und seine Schwester Aketi. Der Berliner Tagesspiegel berichtet davon, das die Tiere Schaum vor dem Mund hatten, unter starken Kolikkrämpfen und Atemnot litten. Die Beiden fraßen und tranken nicht mehr. Wie es zu der Vergiftung kam konnte nicht ermittelt werden. Beide mussten tiermedizinisch behandelt werden.

Aru ist nun im Augsburger Zoo. Der Austausch vom Berliner in den Augsburger Zoo war kostenlos, die Augsburger mussten nur die Transportkosten für Aru übernehmen. Der neune Augsburger soll nun mit der elfjährigen Raubkatze Tanya zusammenleben.

Am Donnerstag Nachmittag, 11.06.2015, durfte Aru zum ersten Mal ins Innengehege des Löwenhauses. Von Tanya ist er aus Sicherheitsgründen noch getrennt. Er hat aber über ein sogenanntes Schnüffelgitter Kontakt zum Weibchen. Zoodirektorin Jantschke geht davon aus, dass bei beiden deutlich leichter aneinander gewöhnt werden können als Raubkatzen anderer Arten. Denn Löwen leben in Rudeln.

Aru und Tanya sollen ein Paar werden. Nachwuchs ist aber nicht vorgesehen. Dafür sei die Löwin mit elf Jahren zu alt, heißt es im Zoo. Tanya hat bislang noch nie Junge bekommen. Mit Arthos, der wegen eines schweren Krebsleidens eingeschläfert werden musste, hatte es nie geklappt.

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