DENA-Chef befürchtet endgültiges Aus für das EEG

Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (DENA), Stephan Kohler, befürchtet schon in der kommenden Woche das endgültige Aus des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Wenn der Europäische Gerichtshof so entscheide wie allgemein erwartet, dann „muss die Politik einen ganz neuen Ansatz suchen“, sagte Kohler der „Bild-Zeitung“ und fügte hinzu: „Das derzeitige EEG funktioniert dann nicht mehr, weil es den Stromkunden in Deutschland nicht zugemutet werden kann, die Energiewende auch noch in anderen EU-Staaten mitzufinanzieren.“ Hintergrund ist die Klage eines finnischen Energie-Unternehmens vor dem Europäischen Gerichtshof, in der es auch um die Frage geht, ob ausländische Anbieter von Öko-Strom Zugang zum deutschen Markt erhalten müssen.

Der DENA-Chef erwartet darüber hinaus allgemein steigende Strompreise. „Der Verbraucherpreis für Strom wird auch in Zukunft steigen – unter anderem wegen der Investitionen in den Netzausbau. Das EEG kann höchstens dafür sorgen, dass der Anstieg etwas geringer ausfällt.“

Über dts Nachrichtenagentur

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