DAX mit größtem Tagesverlust seit November 2011

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der DAX hat am Montag den Handel mit dem größten Tagesverlust seit November 2011 beendet. Zum Xetra-Schluss in Frankfurt wurde der Index mit 11.083,20 Punkten berechnet und damit 3,56 Prozent schwächer als am Vortag. Zum Handelsstart hatte das Minus noch bis zu 4,60 Prozent betragen, im außerbörslichen Handel am Morgen sogar zeitweise über fünf Prozent.

Am Wochenende waren die Verhandlungen zwischen Griechenland und den Geldgebern abgebrochen worden, die EZB hatte angekündigt, die bereits zugesagten Notkredite an griechische Banken nicht mehr ausweiten zu wollen. Daraufhin waren die Banken in Griechenland vorübergehend geschlossen worden, die Bargeldabhebungen an Geldautomaten wurden auf 60 Euro pro Person und Tag begrenzt. Stark litten darunter am Montag die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank, die kurz nach 17 Uhr über fünf, bzw. über vier Prozent im Minus waren. Auch alle weiteren DAX-Titel waren zu diesem Zeitpunkt im roten Bereich, am glimpflichsten kamen dabei noch Adidas-Aktien weg. Ein Euro kostete gegen 17:20 Uhr 1,117 US-Dollar und damit 0,13 Prozent mehr als am Freitagabend. Am Vormittag war der Euro noch bis auf 1,106 US-Dollar gefallen. Gold kostete am späten Montagnachmittag 1.178,18 US-Dollar je Feinunze und damit 0,64 Prozent weniger. Ein Fass der Öl-Sorte Brent wurde mit 61,995 US-Dollar gehandelt, 1,71 Prozent preiswerter als am Freitag. Der Bund-Future stieg um 272 Ticks auf 152,91 Punkte, die Rendite der deutschen Staatspapiere sank von 0,91 auf 0,79 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen aus Italien stieg von 2,15 auf 2,51 Prozent, spanische Staatsanleihen rentieren am Morgen mit 2,48 Prozent nach 2,12 Prozent am Freitag. Bei den griechischen Staatsanleihen stiegen die Renditen der zehnjährigen Staatsbonds auf über 14 Prozent, bei Anleihen mit zweijähriger Laufzeit lag die Rendite bei 32 Prozent.

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur