Datenschutzbeauftragte kritisiert automatisches Scannen von E-Mails

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Berlin – Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff hat das automatische Scannen von E-Mail-Inhalten auch deutscher Kunden bei Google und Microsoft als Eingriff in die Grundrechte kritisiert. Sollten die Internet-Giganten tatsächlich systematisch Mail-Inhalte scannen, wäre das ein „massiver Eingriff in die durch das Grundgesetz garantierten Rechte des Fernmeldegeheimnisses sowie in das Recht auf informationelle Selbst bestimmung“, sagte Voßhoff dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „In jedem Fall sollten strengere Sanktionen für Verstöße gegen das bereits geltende Recht erwogen werden.“

Ein Tipp des Suchmaschinen-Giganten Google nach einer automatischen Überprüfung von E-Mails hatte geholfen, einen wegen des Besitzes von Kinderpornografie verdächtigen Mann in den USA festzunehmen.

Über dts Nachrichtenagentur

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