Datenschützer kritisiert Mauerfall-Kampagne von Berlin und Facebook

Baukräne an einem Rest der Berliner Mauer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Baukräne an einem Rest der Berliner Mauer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert hat die gemeinsame Aktion der Bundeshauptstadt und Facebook zum Mauerfall-Jubiläum kritisiert. Es sei für ihn „nur schwer verständlich“, dass die Bundeshauptstadt auf diese Weise Menschen dazu treibe, Mitglied bei Facebook zu werden, sagte er „Cicero Online“. Aus Datenschutzsicht sei das „unerträglich“, sagte Weichert, der auch Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Datenschutz ist.

Die landeseigene Tourismusgesellschaft Visit Berlin sucht zum 9. November über das soziale Netzwerk Zeitzeugen der friedlichen Revolution 1989. Facebook hat eine eigene Seite eingerichtet, aber auch die offizielle Internetplattform zum Mauerfall „Fall of the wall 25“ wesentlich mitentwickelt. Das soziale Netzwerk missachte deutsches und europäisches Datenschutzrecht „und damit die Grundrechte von zig Millionen Internet-Nutzenden“, sagte Weichert.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige