Dachverband: Hälfte aller Sparkassen schafft Überziehungszins ab

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Berlin – Der Dachverband der Sparkassen (DSGV) hat bei seinen Mitgliedern einen „Trend zur Abschaffung des Überziehungszinses“ beobachtet. Es „dürfte inzwischen etwa die Hälfte der 416 deutschen Sparkassen auf den Überziehungszins verzichten“, sagte ein DSGV-Sprecher gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Weitere Häuser befinden sich in Überlegung, dieses zu tun“.

Damit folge eine stattliche Zahl dem Beispiel etwa der ING Diba, die ihren Überziehungszins 2014 abgeschafft hatte. berichtet die Zeitung weiter. Angesichts teils zweistelliger Zinssätze war vielen Kreditinstituten in den vergangenen Jahren von Verbraucherschützern immer wieder „Abzocke“ vorgeworfen worden. Dies gilt sowohl für Dispokredite als auch für die Zinsen, die zusätzlich fällig werden, wenn ein Kunde den zulässigen Disporahmen überzieht (Überziehungskredit). Ein aktueller Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass Banken die Transparenz bei Dispokrediten deutlich erhöhen und Kunden verstärkt über günstigere Alternativen informieren müssen. Bei den Sparkassen bieten bereits erste Häuser jenen Kunden, die wiederholt ihren Disporahmen nutzen, auf dem Kontoauszug eine Beratung an. Zudem sei es möglich, so der Sprecher zur „Zeit“, „sich per App, E-Mail oder SMS auf das Erreichen des Disporahmens hinweisen zu lassen“.

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