CSU will Wahlfreiheit fürs Gymnasium

Schulhof, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Schulhof, über dts Nachrichtenagentur

München – Die CSU bewegt sich in Richtung neunjähriges Gymnasium: In einem Entwurf zu ihrer Klausurtagung in dieser Woche kündigt die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer die Wahlfreiheit zwischen G 8 und G 9 an. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Online- und Montagsausgabe). Jede Schule werde über das „Ob und Wann“ selbst entscheiden.

Im kommenden Schuljahr soll eine zweijährige Pilotphase beginnen, in der Gymnasien in ganz Bayern auch wieder neun Jahre bis zum Abitur anbieten sollen. Dies will die CSU jetzt in der Mittelstufe mit einem vierjährigen Zug ermöglichen. Daneben soll vom Schuljahr 2017/18 an der Lehrplan entrümpelt werden, berichtet die Zeitung weiter. Zudem soll die Lehrerausbildung deutlich verbessert werden. „Ich meine, das wäre eine ganz organische Fortentwicklung des bayerischen Gymnasiums und würde uns den Spitzenplatz in der Qualität sichern“, sagte Bayerns Regierungschef Horst Seehofer (CSU) im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“. Der Stoffumfang bleibe bei dem des achtjährigen Gymnasiums. Seehofer spricht von einem „lernenden System“, das überall in Bayern, an städtischen und ländlichen Schulen erprobt werden solle. „Wir haben schlechte Erfahrungen mit verordneten Systemen gemacht“, sagte Seehofer. In der Wahlfreiheit sehe er das „Prinzip unserer bayerischen Lebensart“ erfüllt. Am Geld werde die Reform des Gymnasiums nicht scheitern, versicherte der Ministerpräsident. „Wir haben den Bildungsetat nie als feststehende Größe betrachtet.“

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