CSU-Minister Schmidt unterstützt Waffenlieferung an Kurden im Irak

München/Berlin – Die CSU steht zu der Entscheidung der Bundesregierung, Waffen an die Kurden im Nordirak zu liefern, um sie im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Christian Schmidt, stellvertretender CSU-Chef und Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, sagte der „Welt am Sonntag“: „Die CSU will keine Schleusen für militärisches Engagement öffnen, aber wir müssen tun, was unsere Pflicht in größter Not auch für unsere chrstlichen Glaubensbrüder ist: Beizutragen – notfalls auch durch Übergabe unserer Waffen -, dass sie eine Überlebenschance haben.“ Schmidt, der auch Landeschef des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik der CSU ist, betonte: „Es ist nicht nur abscheulich grausam, wie IS-Terroristen morden und quälen, es ist auch näher bei uns, als Afghanistan es je war.“

Wer Hilfeleistung unterlasse, „kann nur hoffen, dass ihm trotzdem einer hilft, wenn der Terror uns zu Hause besucht“. Die Entscheidung über die Waffenlieferungen war von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und vier Ministern ohne Beteiligung der CSU getroffen worden. Zuvor hatte Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) deutlich gemacht, dass er Waffenlieferungen skeptisch gegenübersteht.

Über dts Nachrichtenagentur

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