CSU-Innenexperte Uhl zweifelt an Ausspähung von Clintons Handy

Hans-Peter Uhl, Deutscher Bundestag  / Lichtblick / Achim Melde,  Text: über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hans-Peter Uhl, Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, Text: über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Washington – Der CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl hält es für unwahrscheinlich, dass der BND tatsächlich das Mobiltelefon der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton abgehört hat. Gegenüber „Bild“ sagte er: „Ich bin sehr misstrauisch, was diesen Bericht betrifft.“ Uhl bekräftigte: „Es war zu erwarten, dass amerikanische Dienste versuchen, jetzt eine Retourkutsche gegen den BND zu fahren. Der BND muss zu den Vorwürfen im Kontrollgremium für die Geheimdienste Stellung nehmen.“

Auch ein US-Geheimdienstmitarbeiter reagierte skeptisch, sagte zu „Bild“: „Die Gespräche des Außenministers werden genauso verschlüsselt wie die des US-Präsidenten.“ Insofern wäre es „beeindruckend, wenn der BND diese Verschlüsselung knacken könne.“ Wahrscheinlicher sei daher, dass „Clintons Aussagen auf einer unsicheren Leitung abgefangen wurden.“ Über eine mögliche Ausspähung des Handys der ehemaligen US-Außenministerin in mindestens einem Fall hatten am Freitag „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR berichtet. Sie berufen sich dabei auf Dokumente, die ein Spion im BND an den US-Geheimdienst CIA übergeben habe.

Über dts Nachrichtenagentur

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