CSU-Generalsekretär verteidigt Führungsstil von Seehofer

Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/München – CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat den Führungsstil von Parteichef Horst Seehofer gegen Kritiker in der eigenen Partei verteidigt. „Die Stellung von Horst Seehofer in Berlin und München wäre nicht so stark, wenn er nicht so entscheidungsfreudig und durchsetzungsfähig wäre“, sagte Scheuer der „Welt“. Der Parteivorsitzende sei „im persönlichen Umgang sehr klar“, fügte er hinzu.

„Es mag sein, dass seine Botschaften dem einen oder anderen etwas zu klar rüberkommen.“ Aber die CSU sei „kein Streichelzoo, und in Bayern wird das klare Wort gepflegt“. Scheuer verwies auf „erfreuliche Zustimmungswerte für die Politik der Bayerischen Staatsregierung und des Ministerpräsidenten Horst Seehofer – und zwar über einen längeren Zeitraum hinweg“. Nach der Niederlage bei der Europawahl werde die CSU „das Kursbuch nicht verändern“. Die Partei werde „nach vorne denken“ und „thematisch liefern“. Zugleich ging Scheuer auf Distanz zu der von der CDU geplanten Parteireform. „Natürlich muss sich eine Partei immer weiterentwickeln. Es ist aber nicht mein Stil, ständig mit Begriffen wie Reform und Modernisierung um mich zu werfen“, sagte Scheuer. „Für uns ist die Modernisierung der Partei ein kontinuierlicher Weg und selbstverständlich. Aus Laptop und Lederhose wird Touchpad und Trachtenjanker.“

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