CSU-Generalsekretär legt in Islam-Debatte nach

München (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Generalsekretär Markus Blume hat in der von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) angestoßenen Islam-Debatte nachgelegt. „In seiner heutigen Form wird der Islam nie zu Deutschland gehören“, sagte Blume der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Die hier lebenden Muslime würden jedoch zu Deutschland gehören.

Der Islam brauche „ein Konzept der Aufklärung, der Europäisierung, der Liberalisierung mit allem, was dazugehört: Toleranz gegenüber anderen Religionen und Andersdenkenden“. Dies sei die Voraussetzung für eine Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland. „Integration heißt nicht Beliebigkeit“, sagte Blume dem Blatt. Wer in Deutschland lebe, müsse sich in Richtung deutscher Leitkultur integrieren. In einem Zeitalter gravierender Veränderung brauche es klare Ordnungsprinzipien. Deshalb warnte der CSU-Generalsekretär vor einer „Selbstverleugnung unserer christlich-abendländischen Wurzeln“. Dies sende falsche Signale an diejenigen aus, die sich gerne in Deutschland integrieren würden. „Darf im Kindergarten noch Osterbasteln stattfinden oder muss es besser Frühjahrsbasteln genannt werden?“, sagte Blume. Diese Debatte werde „meist von übertoleranten Deutschen geführt, die mit der Religion schon immer auf Kriegsfuß“ gestanden hätten.

Kopftuchträgerinnen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kopftuchträgerinnen, über dts Nachrichtenagentur