CSU-Generalsekretär: AfD "Partei von gestern"

Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

Berlin – CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat die AfD nach ihren Wahlerfolgen in Thüringen und Brandenburg scharf attackiert: Während die CSU für ein modernes Deutschland streite, sei die AfD „eine Partei von gestern“, sagte er im Interview mit der „Welt“. Daher gebe es „keine Zusammenarbeit und kein Bündnis mit der AfD.“ Dass die AfD zulege, sei „kein reines Problem der Union, auch wenn immer wieder versucht wird, uns das anzutackern“, fügte Scheuer hinzu.

Die Wählerwanderungen reichten von der NPD bis zur Linkspartei. „AfD-Chef Lucke wirbt bis weit ins linke Lager hinein und schreckt nicht einmal davor zurück, die DDR zu verklären.“ Gleichwohl müsse die Union die AfD „sehr ernst nehmen“ Den Absturz der FDP nannte Scheuer „sehr dramatisch“. Doch sei das „ein Problem der FDP, das sie selbst lösen muss“. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs (CDU), forderte angesichts der großen Gewinne der AfD in Brandenburg und Thüringen seinerseits eine inhaltliche Auseinandersetzung der Union mit der Partei. „Wir müssen uns nicht mit der AfD beschäftigen. Aber wir müssen uns dringend mit den Themen beschäftigen, aufgrund derer die Wähler zur AfD wechseln“, sagte Fuchs der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). „Das ist die Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie die Sicherheitspolitik“, betonte Fuchs. Die Union müsse sich mit den Themen befassen, die die Leute interessierten, sagte Fuchs. Er gehe davon aus, dass die AfD nicht einfach wieder verschwinde.

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