Commerzbank fürchtet nach Trump-Sieg schwere Handelskonflikte

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl fürchtet die Commerzbank schwere Handelskonflikte und ein Erstarken der Anti-Establishment-Parteien in Europa. „Die Selbstzerfleischung des Westens geht weiter“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer am Mittwochmorgen. Für die Märkte sei Trumps Sieg ein weit größeres Problem als der Brexit.

Da Trump ein erklärter Gegner des Freihandels sei, würden nicht nur Mexiko, Kanada und China leiden. „Vielmehr wird er der gesamten Welthandelsordnung schweren Schaden zuführen“, so Krämer. Der Welthandel, der in preisbereinigter Rechnung bereits seit zwei Jahren stagniere, werde unter einem Präsidenten Trump nicht zur alten Dynamik zurückfinden. „Das wird die Exportnation Deutschland zu spüren bekommen, wenn der gegenwärtige konsumgetriebene Aufschwung in ein paar Jahren ausläuft.“ Trump werde zudem die Nato schwächen, was Russland dazu verführen könnte, in Europa neue Konflikte anzustacheln. Auch dies stelle ein beträchtliches Risiko dar.

Frankfurt / Main, über dts Nachrichtenagentur
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