Colin Firth: Der Oscar kann "ungesund" sein

New York – Oscar-Preisträger Colin Firth („Bridget Jones“, „A King`s Speech“) findet, dass der bedeutendste US-Filmpreis „ungesund“ sein kann, wenn man ihn in jüngeren Jahren bekommt. „Wenn einem jeder auf die Schulter klopft, muss man schon gut geerdet sein. Wenn man als sehr junger Mensch einen so bedeutenden Preis bekommt, kann das schon eine Last sein“, sagte der britische Schauspieler der „Welt am Sonntag“.

Ihm selbst sei es nicht so gegangen. Firth wurde im Alter von 50 Jahren für seine Rolle des englischen Königs Georg VI. in „A King`s Speech“ ausgezeichnet. „Ich habe mir gesagt: Genieße den Moment, aber lass diesen Preis nicht alles definieren.“ Firth hat sich neben seiner Filmarbeit immer auch politisch engagiert – beispielsweise als Botschafter für Oxfam. Zuletzt unterstützte er ein Schweizer Schmuckunternehmen, das jetzt erstmals Luxus-Uhren anbot, die mit unter nachhaltigen Kriterien abgebautem Gold hergestellt wurden. Auch die „Goldene Palme“ in Cannes sei zuletzt erstmals aus „fairem“ Gold hergestellt worden. „Ich finde das nicht so übel. Auch wenn ich selbst noch nie eine `Goldene Palme` berührt habe. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn die Oscars demnächst aus fair gehandeltem Gold hergestellt würden“, sagte Firth der „Welt am Sonntag“.

Über dts Nachrichtenagentur

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