Citigroup-Chefökonom erwartet US-Zinswende erst zum Jahresende

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Foto: Logo der Citi-Bank, über dts Nachrichtenagentur

New York – Nach vorherrschender Meinung erhöht die US-Notenbank im Juni die Leitzinsen, doch dazu wird es nach Einschätzung der Citigroup nicht kommen: „Nach unserer Prognose kommt die Erhöhung im Dezember“, sagte der Chefökonom der US-Bank, Willem Buiter, im Interview mit dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Die US-Wirtschaft erhole sich langsamer als erwartet: Die Investitionen der Unternehmen würden kaum anspringen, der Arbeitsmarkt sei in einem schlechteren Zustand als es den Anschein habe und der starke Dollar bremse die Unternehmensgewinne, sagte Buiter. Langfristig würden die USA bei „zwei Prozent Inflation, bei 3,5 Prozent für die Notenbank-Zinsen und vier Prozent für die Staatsanleihen landen“.

Im Streit zwischen Griechenland und der EU forderte Buiter, dass „beide Seiten weniger in der Öffentlichkeit“ reden sollten. Eine Einigung sei möglich, die Positionen würden „nur wenig auseinanderliegen“. Als Kompromiss zu einem Schuldenschnitt schlug der 65-Jährige eine Umschuldung in einen Zero-Coupon-Bond um, um die „momentane Belastung“ für Griechenland durch den Verzicht auf Zinszahlungen abzumildern.

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