Chris de Burgh lebte als Jugendlicher ohne Strom und fließendes Wasser

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Dublin – Sänger und Songwriter Chris de Burgh wuchs eine Zeit lang recht spartanisch auf, als er im Alter von zwölf Jahren mit seinen Eltern in ein altes irisches Schloss einzog: „Wir hatten keine Möbel, keine Heizung, kein Licht, keinen Strom und kein fließendes Wasser“, sagte der 66-Jährige in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Wir schliefen in Schlafsäcken vor dem Feuer im Kamin auf dem nackten Boden. Aber wir waren zäh. Und wir wurden zu Landwirten“, so der Musiker weiter.

„Ich lernte, Kühe zu melken, Schafe zu hüten und bei Viehgeburten zu helfen. Irgendwann machten wir aus dem Anwesen ein kleines Landhotel. Und ich unterhielt dann die Gäste auf der Gitarre.“ Mit Castingshows geht de Burgh hart ins Gericht. „99,9 Prozent der Leute werden bitter enttäuscht und verschwinden innerhalb eines Jahres von der Bildfläche“, sagte der 66-Jährige. „Das ist eine Katastrophe für junge Menschen, denn Ruhm ist für sie eine starke Droge.“ Die meisten machten nur mit, weil sie berühmt werden wollen. „Diese Shows wurden aber allein deswegen erdacht, damit Fernsehsender, Produktionsfirmen und Musikverlage Geld verdienen. Eigentlich kontraproduktiv für die Musikbranche, denn kein Künstler wird mehr langfristig unterstützt und aufgebaut.“ Alles sei „austauschbar und extrem kurzlebig“.

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