CDU: Wolf macht Asylpolitik für schlechte Umfragewerte verantwortlich

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU, Guido Wolf, hat die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin für die schlechten Umfragewerte der Südwest-CDU mitverantwortlich gemacht. „Zum einen haben wir eine Wählerwanderung zur FDP, zum anderen zur AfD. Da spielt auch die Asylpolitik eine nicht unwesentliche Rolle“, sagte Wolf der Zeitung „Bild am Sonntag“. Wolf betonte zwar, dass er den Wahlkampf zusammen mit der Kanzlerin führe, allerdings spüre die baden-württembergische CDU „auch eine wachsende Ungeduld in der Bevölkerung“ über den langen Weg zu einer europäischen Lösung.

Wolf: „Deshalb brauchen wir auch Zwischenschritte, zum Beispiel Registrierzentren entlang der Grenze und von dort aus bereits die Rückführung von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern.“ Man müsse aufpassen, „die Kommunen nicht zu überfordern“. Nach einer Emnid-Umfrage für „Bild am Sonntag“ glauben 69 Prozent der Deutschen, dass die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt eine Abstimmung über Merkels Flüchtlingspolitik werden, nur 21 Prozent finden das nicht. Emnid befragte am 25. Februar 2016 505 Personen.

CDU auf Stimmzettel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: CDU auf Stimmzettel, über dts Nachrichtenagentur