CDU-Vize Laschet erteilt CSU-Vorschlag für höhere Mütterrente Absage

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Rentengipfel der Unionsparteien am Freitag hat sich die CDU gegen die von der CSU angestrebte Erhöhung der Mütterrente festgelegt: „Insbesondere für die junge Generation müssen wir das Rentensystem in der Zukunft sicher und bezahlbar halten. Eine Mütterrente, die jetzt noch einmal sechs Milliarden Euro kosten würde, passt nicht dazu“, sagte CDU-Vize Armin Laschet der „Welt“. Damit geht Merkels Stellvertreter auf Konfrontationskurs zu Horst Seehofer.

Der CSU-Vorsitzende möchte Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, mit jenen Müttern gleichstellen, die nach 1992 Nachwuchs bekommen haben. Letztere bekommen drei Erziehungsjahre angerechnet. Nach der Bundestagswahl 2013 hatte es bereits eine Anhebung der Mütterrente für die älteren Mütter gegeben, indem die Anerkennung von ein auf zwei Jahre beschlossen wurde. Laschet hält eine weitere Erhöhung für nicht finanzierbar: „Die Erhöhung der Mütterrente nach der letzten Wahl hat tatsächlich zu mehr Anerkennung für Familienarbeit geführt. Aber jetzt geht es darum, das Rentensystem ab 2030 demografiefest zu machen und weiterzuentwickeln.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Seehofer beraten am Freitagabend im Kanzleramt mit Unionsspitzen über die Rentenreform. Mit dabei sind Unionsfraktionschef Volker Kauder und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU). Hauptthema ist die Erfüllung des Koalitionsvertrags mit der Angleichung der Ostrenten ans Westniveau und der sogenannten Lebensleistungsrente sowie der CSU-Vorschlag zur Anhebung der Mütterrente.

Mutter mit Kleinkind, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mutter mit Kleinkind, über dts Nachrichtenagentur