CDU-Sozialflügel für europaweite Begrenzung von Managergehältern

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Sozialflügel hat sich für eine europaweite, gesetzliche Begrenzung von Managergehältern ausgesprochen. Zur Begründung nannte der Bundesvize der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, die „Auswüchse“ insbesondere bei Hedgefonds-Managern: „Gehaltsexzesse gefährden nicht nur den Zusammenhalt der Gesellschaft, sondern schaffen auch volkswirtschaftliche Risiken“, sagte Bäumler „Handelsblatt-Online“. Hedgefonds-Manager könnten Milliarden-Gehälter nur dann erzielen, wenn sie mit relativ wenig Eigenkapital große Risiken eingingen.

„Wir brauchen deshalb sowohl gesetzliche Lohnuntergrenzen wie auch Gehaltsobergrenzen“, forderte Bäumler. Der CDA-Bundesvize plädiert für eine europaweite Regelung nach der Wahl zum Europäischen Parlament am 25. Mai. „Managergehälter dürfen die Durchschnittsverdienste, der von ihnen geleiteten Unternehmen nicht um mehr als das fünfzigfache übertreffen“, sagte er. „Außerdem muss es gerade bei Hedgefonds-Managern eine absolute Obergrenze geben“, betonte Bäumler. Bäumler regte überdies an, der wachsenden Ungleichheit in Deutschland zwischen Reich und Arm über Korrekturen in der Steuerpolitik zu begegnen. „Die Steuer auf Kapitalerträge muss an die Einkommensteuer angepasst werden. Es kann nicht sein, dass Kapitalerträge mit 25 Prozent und Erträge aus Arbeit mit 45 Prozent besteuert werden“, sagte der CDU-Politiker. „Die Steuern auf Kapitalerträge müssen erhöht werden.“ Der CDA-Vize warnte davor, dass die zunehmende Ungleichheit zwischen Reich und Arm das wirtschaftliche Fundament in Deutschland „unterhöhlen“ könnte. „Wenn immer weniger Menschen am wirtschaftlichen Fortschritt teilnehmen, erlahmt das Wirtschaftswachstum“, sagte er. „Geringe und mittlere Einkommen müssen deshalb entlastet und mehr in die Infrastruktur investiert werden“, sagte Bäumler.

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