CDU-Präsidiumsmitglied Spahn kritisiert konservativen Islam

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über Leitkultur und Integration hat CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn die konservativen und reaktionären Strömungen im Islam kritisiert. „Der konservative, teils reaktionäre Islam ist weit verbreitet, er wird in zu vielen Moscheen in Deutschland jeden Freitag gepredigt“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). Er sieht in dieser Spielart auch keine Bereicherung für Deutschland.

„Nicht alles, was kulturell anders ist, ist per se bereichernd. Ich kann ein rückständiges Frauenbild, Zwangsheirat oder Ehrenmord nicht als bereichernd empfinden.“ Spahn kritisierte auch die Haltung der Grünen und Linken zum konservativen Islam. „Religionskritik war früher eher etwas Linkes. Heute gilt man als rechts, wenn man den Islam kritisiert. Wenn Grüne und Linke so kritisch mit dem Islam umgehen wie mit der katholischen Kirche, wäre ich schon zufrieden.“

Vollverschleierte Frauen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Vollverschleierte Frauen, über dts Nachrichtenagentur