CDU-Präsidiumsmitglied Spahn für Steuersenkungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat sich für Steuersenkungen nach der Bundestagswahl ausgesprochen. „Die Wirtschaft brummt, die Löhne steigen, Arbeitsplätze entstehen. Statt immer neuer Sozialleistungen sollten wir nach 2017 endlich den hart arbeitenden Menschen wieder mehr von ihrem Lohn lassen und die Steuern senken“, sagte Spahn den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“.

„Die halten den ganzen Laden schließlich am Laufen.“ Spahn, der auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist, verwies darauf, dass der Bundeshaushalt inzwischen ausgeglichen und „das Schuldenmachen endlich beendet“ sei. Unterstützung kommt vom Vizevorsitzenden der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs (CDU). „Die Union muss gerade an die Gruppe der Facharbeiter denken, die mit einem Jahreseinkommen von 53.600 Euro schon den Spitzensteuersatz zahlen“, sagte Fuchs den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“. Mit der Schwesterpartei CSU werde man sich auf ein Steuerkonzept einigen können: „Das ist ein identitätsstiftendes Thema für die Unionsparteien und hilft, unser Profil zu schärfen.“ Der Chef der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion, Peter Weiß, verlangte eine Entlastung der unteren und mittleren Einkommen. Viele Bürger seien durch die positive Lohnentwicklung inzwischen „in einem Steuertarif gelandet, der nicht für sie vorgesehen war“, sagte Weiß den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“. Angezeigt sei eine Korrektur. Er forderte auch einen höheren Kinderfreibetrag, um Eltern zu entlasten. „Für eine spürbare Entlastung würden zwölf Milliarden Euro schon ausreichen“, sagte der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo, Clemens Fuest, den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“. Das Geld würde immerhin reichen, um die mittleren Einkommen unterhalb des Spitzensteuersatzes, der bei 53.600 Euro zu versteuerndem Einkommen beginnt, etwas zu entlasten. Eine stärkere Entlastung sei nur möglich, wenn gleichzeitig der Spitzensteuersatz früher als heute beginne, sagte Fuest.

Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur