„Cash-Trapping“ beschäftigt Füssener Polizei

GeldautomatIn mehreren Fällen wurden am Osterwochenende Geldausgabeautomaten manipuliert. Es kam bislang zu keinem nennenswerten Schaden, die Polizei ermittelt.

Derzeit ist die Füssener Polizei mit Ermittlungen betraut, in denen insgesamt vier Geldausgabeautomaten so manipuliert wurden, dass angefordertes Geld nicht ausgegeben wird. Beim sogenannten „Cahs-Trapping“ wird über den Geldausgabeschachtes des Geldautomaten ein täuschend echter Verschluss geklebt, der innen mit einer Klebefolie versehen ist. Dieser verhindert die Ausgabe des Geldes. Auch der etwaige Wiedereinzug der Geldscheine wird dadurch verhindert. Während in den meisten Fällen der Bankkunde eine Fehlfunktion vermutet und den Automaten verlässt, entfernt der Täter die angebrachte Blende und entfernt sich mit den daran festklebenden Geldscheinen.

Am Abend des vergangenen Karfreitag (25. März 2016) bearbeitete der bislang unbekannte Täter je einen Geldautomaten in den Gemeinden Biessenhofen, Roßhaupten, Schwangau und Lechbruck. Nach derzeitigem Kenntnisstand untersuchte der Täter in der Früh des Folgetages die Automaten, ob Banknoten am Klebestreifen hängen geblieben sind. Lediglich in einem Fall erlangte er eine Beute über fünf Euro. In den anderen Fällen wurden die Taten bemerkt, bevor es zu einem Schaden kam.

 

Die Polizei weist darauf hin:

  • Bleiben Sie nach Möglichkeit am Automaten und lassen Sie sich auch nicht von einem hilfsbereiten Unbekannten davon weglocken. Berühren Sie den Automaten nicht weiter.
  • Bitten Sie andere Personen einen Bankmitarbeiter zu verständigen, oder rufen Sie per Mobiltelefon die Servicenummer der Bank an.
  • Verständigen Sie außerhalb der Öffnungszeigten die Polizei.
  • Für Bankangestellte: Berühren Sie nach Möglichkeit den Automaten nicht und rufen Sie im Falle einer tatsächlichen Manipulation unverzüglich die Polizei.

 

Bezüglich der genannten Fälle im Ostallgäu bittet die Füssener Polizei unter Telefon(08362) 9123-0 um Hinweise und Mitteilung von verdächtigen Beobachtungen.

Auch im benachbarten Landkreis Weilheim-Schongau kam es in den Gemeinden Schongau, Peiting und Burggen zu insgesamt vier gleichgelagerten Fällen, die durch die Kripo Weilheim in Zusammenarbeit mit der Füssener Polizei bearbeitet werden.