Burkina Faso: UN-Sondergesandter dringt auf zivile Übergangsregierung

Ouagadougou – Der UN-Sondergesandte für Westafrika, Mohamed Ibn Chambas, hat bei einem Besuch in Burkina Faso die Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung angemahnt. Der politische Wechsel im Land müsse verfassungsgemäß verlaufen, erklärte Chambas nach einem Treffen mit Mitgliedern der Armeeführung und Vertretern der Afrikanischen Union sowie der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Cedeao am Sonntag. Unterdessen kam es in der Hauptstadt Ouagadougou zu Protesten gegen die Machtübernahme durch das Militär.

Der bisherige Präsident Blaise Compaoré, der bereits im Jahr 1987 durch einen Putsch an die Macht gekommen war, war am Freitag nach tagelangen Protesten zurückgetreten. Am Sonntag hatte der Vizechef der Präsidentengarde, Isaac Zida, die Staatsgeschäfte übernommen und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Ein Termin für Neuwahlen steht noch nicht fest.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige