Burda-Vorstand glaubt nicht an Bezahl-Inhalte im Internet

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Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Philipp Welte, Verlagsvorstand von Hubert Burda Media, glaubt nicht, dass Pressehäuser online mit journalistischen Inhalten auf absehbare Zeit Geld verdienen werden. „Das genetische Wesen des Netzes ist es, dass Inhalte kostenlos sind“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Auch mobile Medien brächten den Verlagen nicht viel: „Die iPad-Euphorie hat sich überlebt.“

Deshalb werde „der weitaus größte Teil der Erlöse, die wir mit Inhalten erwirtschaften, auf absehbare Zeit aus dem Verkauf gedruckter Zeitschriften kommen“. Davon würden die Verlage „noch Jahrzehnte leben“. Seinen Wettbewerbern warf Welte vor, „unsere wunderbare Branche eigenhändig kaputt zu machen“, indem sie „Werbeflächen verramschen“ und „massenhaft Billig-Magazine zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen“. Die Folgen seien verheerend: „Unsicherheit und Selbstzweifel zerstören die Wertigkeit dessen, was wir herstellen.“ Generell sei die Lage besser als die Stimmung: Die Branche gefalle sich „heute leider in einer großen Verdrießlichkeit“. Dabei seien die durchschnittlichen Renditen immer noch zweistellig.

Über dts Nachrichtenagentur

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