Bundeswehrverband: Fehlerhaftes Sturmgewehr nachrüsten oder ersetzen

Berlin – Der Bundeswehrverband geht davon aus, dass das Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr nachgebessert oder ersetzt werden muss. Der Vize-Vorsitzende des Verbandes, Jürgen Görlich, sagte der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwochsausgabe), zunächst sei es denkbar, dass das G36 durch das Vorgängermodell G3 ersetzt werde. „Mittel- und langfristig wird man eine andere Lösung finden müssen: Entweder justiert Heckler & Koch nach, oder wir müssen eine neue Waffe ordern.“

Heckler & Koch ist die Herstellerfirma des Sturmgewehres, bei dem das Verteidigungsministerium schwere Materialfehler festgestellt hatte, die die Treffsicherheit beeinträchtigen. Die Probleme sollen dem Ministerium zufolge vor allem bei großer Hitze auftreten. Görlich sagte, es habe immer wieder Rückmeldungen von Soldaten gegeben, „dass ihr Trefferbild in gewissen Situationen nicht in Ordnung ist“. Schief gegangen sei deswegen allerdings in den Einsätzen bislang nichts. „Die Soldaten konnten sich bisher auf ihr Gewehr verlassen. Die meisten sind sehr geübt an ihrer Waffe, kennen also auch ihre Macken“, sagte Görlich.

Über dts Nachrichtenagentur