Bundesregierung "zutiefst besorgt" über Gewalt in Libyen

Berlin – Die Bundesregierung ist nach Angaben einer Sprecherin des Auswärtigen Amts „zutiefst besorgt“ über die Gewalt in Libyen. „Das Misstrauen zwischen den verfeindeten Gruppen kann nicht gewaltsam gelöst werden, sondern nur durch einen nationalen Dialog. Die Wahl eines neuen Parlaments und die Arbeit an einer neuen Verfassung sind essentiell, um eine friedliche Ordnung in Libyen herzustellen, in der alle Libyer ihren Platz haben müssen“, teilte die Sprecherin am Sonntag mit.

Die Bundesregierung appelliere „dringend an alle Libyer“, die Gewalt einzustellen und einen echten Dialog zu beginnen. Zuvor war es bei Kämpfen am Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis zu Toten gekommen: Laut örtlichen Medienberichten sollen islamistische Milizen am Sonntag die Sintan-Brigaden angegriffen haben. Die Sintan-Brigaden, die sich 2011 auch am bewaffneten Aufstand gegen den langjährigen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi beteiligt hatten, kontrollieren das Gebiet rund um den Flughafen von Tripolis.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige