Bundesregierung plant Verbot von bleihaltiger Jagdmunition

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Berlin – Die Bundesregierung will nach einem Bericht von „Bild“ (Montag) bleihaltige Jagdmunition für Büchsen und Flinten verbieten. In einem internen Fachbericht des für die Jagd zuständigen Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) heißt es demnach: „Künftig soll nur noch solche Jagdmunition bei der Jagd Verwendung finden, die nicht mehr Blei als nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbar an den Wildkörper abgibt. Es muss durch verbindliche Vorgaben sichergestellt werden, dass die Menge Blei, die von der Munition beim Durchdringen an den Wildkörper abgegeben wird, minimiert wird.“

Bleifreie Munition für Büchsen und Flinten soll laut den Plänen des Bundeslandwirtschaftsministeriums dann speziell zertifiziert und gekennzeichnet. Zur konkreten Ausgestaltung des Bundesjagdgesetzes mit Blick auf bleifreie Jagdmunition heißt es in den Unterlagen des BMEL: „Die Verwendung anderer als für die jeweils ausgeübte Jagd geeigneter und gekennzeichneter Munition auf Wild soll künftig verboten sein.“ Bleihaltige Patronen dürfen danach noch mit einer Frist von drei Jahren aufgebraucht werden, schreibt „Bild“ weiter. Konkret soll eine Übergangsregelung sicherstellen, „dass Jagdmunition, die – ohne den künftigen Anforderungen zu genügen – ordnungsgemäß erworben wurde, noch bis zu drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Jagd verwendet werden kann.“

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