Buchvorstellung – Psychosoziale Notfallversorgung – Praxishandbuch Krisenintervention

Memmingen + 08.12.2012 + 12-2878

d06f00f440Wir arbeiten gerade an einem Bericht über die Arbeit von Kriseninterventions-Teams und wollten uns auf die Gespräche vorbereiten. Bei der Suche nach entsprechender Literatur ist uns ein interessantes Handbuch übergeben worden. Das handliche Buch mit dem Titel „Psychosoziale Notfallversorgung – Praxishandbuch Krisenintervention“ ist im S+K, Stumpf + Kossendey Verlag, erschienen. Es umfasst 500 Seiten und kostet 22,00 Euro.

Das Praxisbuch ist als Einsatzbegleiter mit Basisinformationen zum schnellen Nachlesen konzipiert: Nach einem einheitlichen Schema gibt es praktische Hinweise für die jeweilige spezifische (Einsatz‑)Situation, wie z.B. Überbringung einer Todesnachricht, Suizid, Tod von Kindern, Räumung und Evakuierung, Schüler in Krisensituationen, Mitarbeit in Großschadenslagen. Dabei klärt es:

  • Was ist im Voraus zu tun? 
  • Wie können Betroffene reagieren? 
  • Was sollten Sie als Begleiter tun bzw. vermeiden? 
  • Welches Fachwissen ist relevant?

Sofort anwendbare Formulierungshilfen und konkrete Praxistipps bieten Anhaltspunkte und Unterstützung in der jeweiligen Situation. Für besondere Herausforderungen, wie z.B. die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, Schuldgefühle bei Betroffenen, Schaulustige, sprachliche Barrieren, alkoholisierte Betroffene usw., enthält es umfangreiche Hinweise. 

Alle für die Krisenintervention benötigten Informationen können schnell aufgefunden werden. Durch das besonders handliche Format passt das Praxisbuch in jede Einsatzjacke oder Tasche und wird so zum unverzichtbaren Ratgeber für die tägliche Praxis.

Der Autor des Buches ist Alexander Nikendei. Er ist Diplom-Pädagoge und Lehrrettungsassistenen. Er bildet seit Jahren Mitarbeiter für die Psychosoziale Notfallversorgung aus und war selbst Leiter eines Kriseninterventionsdienstes. Man wird sehr schnell beim Durchblättern und Lesen merken, dass das Handbuch von jemanden aus der Praxis geschrieben wurde und ebenso, dass auch Einsatzkräfte, die jetzt nicht speziell in der Krisenintervention ausgebildet sind, einfache Verhaltensregeln an die Hand bekommen.



Anzeige