Buchloe – Betrügerische Gewinnversprechen – Hab acht!

Lkrs. Ostallgäu/Buchloe + 02.10.2013 + 13-1746

paysafe-card pressefoto paysafeIm Bereich der Polizeiinspektion Buchloe wurden in den vergangenen Tagen wieder mehrere Fälle von betrügerischen Gewinnversprechen angezeigt.
Die Täter melden sich zumeist per Telefon – manchmal auch per e-Mail – bei ihren Opfern und behaupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder anderen Sachwert gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer „Bearbeitungsgebühr“ übergeben werden. Ihren Opfern geben die Täter klare Zahlungsanweisungen: Sie fordern sie dazu auf, Prepaid-Karten zu erwerben, zum Beispiel Ukash oder Paysafe-Card. Diese Karten gibt es als Gutscheine in Tankstellen und Einzelhandelsgeschäften. Mit dem Ukash-, beziehungsweise Paysafe-Card-Codes erhält der Käufer eine individuelle Nummer. Dieser Zahlencode ist quasi Bargeld, denn wer ihn hat, kann damit im Internet einkaufen. Deshalb erfragen die Betrüger anschließend wieder telefonisch die Gutschein-Nummer bei ihren Opfern, um damit im Internet auf Einkaufstour gehen zu können.

Die versprochene Gewinnübergabe bleibt natürlich aus. Zielgruppe sind zumeist ältere Menschen, die von überwiegend aus der Türkei agierenden Betrügern kontaktiert werden. Die Anrufer sind in Gesprächsführung gut geschult und wirken überzeugend. Um ihre Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen, geben sie manchmal vor, im Auftrag von Rechtsanwälten und Notaren anzurufen. Die Täter agieren meist von der Türkei aus, verschleiern dies aber durch sogenanntes Spoofing, durch das bei den Opfern eine deutsche Rufnummer, meist mit der Vorwahl einer Großstadt wie Hamburg oder Berlin, angezeigt wird.

Die Polizei rät im Zusammenhang mit solchen Gewinnversprechen:
Seien Sie vorsichtig, insbesondere dann, wenn die Übergabe an Bedingungen geknüpft ist, zum Beispiel an das Zahlen einer Geldsumme, den Besuch einer Veranstaltung oder den Anruf eines kostenpflichtigen Telefondienstes. Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: Nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt, was genau Sie gewonnen haben. Notieren Sie sich die auf dem Display angezeigte Rufnummer. Fordern Sie auf jeden Fall eine schriftliche Gewinnbenachrichtigung. Nehmen Sie nur Gewinne an, wenn Sie auch bewusst an einem Gewinnspiel – und zwar bei einem seriösen Unternehmen – teilgenommen haben. Ein seriöses Unternehmen wird die Gewinnausschüttung niemals an eine Bedingung knüpfen, zum Beispiel an das Zahlen einer Gebühr oder die Teilnahme an einer Veranstaltung. Prüfen Sie die Seriosität des Anrufers beziehungsweise Absenders. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Polizeidienststelle. Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn abzufordern, d.h. keine Gebühren bezahlen oder kostenpflichtige Hotlines (Telefondienste) anrufen. Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder ähnliches.

 

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