Brinkhaus will „Humanität und Konsequenz“ in Migrationspolitik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat „Humanität und Konsequenz“ in der Migrationspolitik gefordert. „Von einer Abkehr von Angela Merkels Flüchtlingspolitik kann dabei keine Rede sein“, sagte Brinkhaus der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Schon in den vergangenen Jahren seien bei der Ordnung, Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung deutliche Fortschritte erzielt worden.

„Wir sind seit 2015 viel realistischer geworden. Das ist gut so“, erklärte der CDU-Politiker. Mit Blick auf eine aktuelle Bertelsmann-Studie, wonach jährlich 260.000 qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland geholt werden müssten, sagte Brinkhaus: „Inwieweit diese Zahlen verlässlich sind, weiß ich nicht.“ Klar sei, dass mehr Fachkräfte nötig seien und dazu „das Potenzial im eigenen Land“ ausgeschöpft werden müsse. „Es verlassen zum Beispiel noch immer pro Jahr rund 50.000 Jugendliche eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Da müssen wir mehr tun“, so der Unionsfraktionschef weiter. Bislang habe es Deutschland auch nicht geschafft, aus Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit – wie Portugal oder Spanien – sehr viele Nachwuchskräfte nach Deutschland zu holen.

Ralph Brinkhaus, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ralph Brinkhaus, über dts Nachrichtenagentur