Brexit sorgt für größten Kursrutsch seit 2008

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Tag nach dem Brexit-Referendum hat der DAX mit dem größten Tagesverlust seit 2008 geschlossen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 9.557,16 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 6,82 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An nur acht Tagen in der Geschichte des Index` gab es einen größeren Tagesverlust.

Papiere von Henkel konnten sich bis kurz vor Handelsende als einziger Wert gegen die herben Verluste stemmen. Über zehn Prozent ließen zu diesem Zeitpunkt hingegen Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank, aber auch Thyssenkrupp nach. Auch die US-Indizes eröffneten mit starken Verlusten. Der S&P 500 wurde mit rund 2.055 Punkten im Minus berechnet (-2,69 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 4.325 Punkten (-3,10 Prozent). Der Nikkei-Index hatte in der Nacht während der Stimmauszählung in Großbritannien kräftig nachgelassen und mit einem Stand von 14.952,02 Punkten geschlossen (-7,92 Prozent). Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag stark im Minus. Ein Euro kostete 1,11 US-Dollar (-2,81 Prozent). Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.314,21 US-Dollar gezahlt (+4,18 Prozent). Das entspricht einem Preis von 38,06 Euro pro Gramm.

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur