Lkrs. Unterallgäu – Brechdurchfall im Unterallgäu

Lkrs. Unterallgäu | 20.12.2011 | 11-1668

Viren-qIn einem Unterallgäuer Seniorenheim sind mehrere Bewohner und Mitarbeiter an Brechdurchfall erkrankt. Laut dem Leiter des Gesundheitsamts am Unterallgäuer Landratsamt, Dr. Wolfgang Glasmann, werden die Patienten von den Ärzten vor Ort versorgt. Keiner von ihnen muss stationär behandelt werden. Die Ursache der Erkrankungen ist derzeit noch unklar, Laboruntersuchungen laufen. Die Zahl der Menschen, die an Brechdurchfall erkranken, steigt in der kalten Jahreszeit erfahrungsgemäß an: „Im Winter ist Hochsaison für Norovirus-Erkrankungen“, so Dr. Glasmann. Ob es sich im aktuellen Fall um den Norovirus handelt, ist jedoch offen, wie der Arzt betont.

Er rät, verstärkt vor allem auf eine gründliche Händehygiene zu achten. Zudem sollten erkrankte Personen auf Besuche in Krankenhäusern oder Seniorenheimen verzichten, um keine Krankheitserreger einzuschleppen. „Aus dem gleichen Grund gehören kranke Kinder nicht in den Kindergarten oder in die Schule, sondern zuhause ins Bett“, sagt Dr. Glasmann. Erst wenn die Symptome – wie Durchfall und Erbrechen – vollständig abgeklungen sind, dürfen diese Einrichtungen wieder besucht werden.

Hat man sich angesteckt, dann sei es sehr wichtig, die Flüssigkeitsverluste auszugleichen, die durch Erbrechen und Durchfall entstehen, rät Dr. Glasmann, weil dies – auch bei jüngeren Menschen – zu ernsten Kreislaufproblemen führen könne. „Die Brechdurchfall-Erkrankung kann sehr unangenehm verlaufen, ist in den meisten Fällen aber nach kurzer Zeit wieder überstanden“, so Dr. Glasmann.

Der Arzt rät, Erbrochenes mit einem Einmalwischlappen zu entfernen und die verschmutzte Fläche gründlich zu reinigen. „Besser wäre es, diese zu desinfizieren.“ Nicht vergessen sollte man bei der Reinigung auch alle Handkontaktflächen, wie zum Beispiel Türklinken und Armaturen. Oft werden die Krankheitserreger laut Dr. Glasmann auch über Stuhl übertragen, also zum Beispiel, wenn die Hände nach einem Toilettenbesuch nicht gründlich mit warmem Wasser und Seife gereinigt wurden. „Gute Händehygiene ist die wichtigste Vorbeugemaßnahme überhaupt.“

 

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