Bosbach: "Scharia-Polizei" notfalls mit neuen Gesetzen bekämpfen

Wolfgang Bosbach, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net,  Text: über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wolfgang Bosbach, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net, Text: über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), ist notfalls für eine Verschärfung der Gesetze, sollte man der in Wuppertal aufgetauchten „Scharia-Polizei“ mit den herrschenden rechtlichen Instrumenten nicht Herr werden. „Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, weil das Ziel dieser Aktion ja nicht nur darin besteht zu provozieren, sondern auch einen Teil der Bevölkerung einzuschüchtern“, sagte der CDU-Innenexperte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montagausgabe). „Sollten Gerichte anderer Auffassung sein, dann werden wir das rechtliche Instrumentarium erweitern müssen, um diese Aktionen zu stoppen.“

Bosbach fügte hinzu: „Der Rechtsstaat soll vorgeführt werden. Eine wehrhafte Demokratie kann es sich nicht erlauben, hier achselzuckend zur Tagesordnung überzugehen.“ Ähnlich hatte sich zuvor Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) geäußert. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) unterstrich ebenfalls: „Eine illegale Paralleljustiz werden wir nicht dulden.“ Von Gesetzesverschärfungen sprach er aber nicht.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige