Bosbach kritisiert falsches Verständnis transatlantischer Partnerschaft

Wolfgang Bosbach, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net,  Text: über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wolfgang Bosbach, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net, Text: über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), glaubt nicht, dass der jüngst enttarnte BND-Spion ohne Wissen der Spitze eines US-Geheimdienstes agierte, dem er zugeliefert hat. „Es ist schwer vorstellbar, dass ein Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes ohne Wissen und Wollen des Dienstes den Ankauf des Materials betrieben hat“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Montag-Ausgabe). „Unterstellt, der amerikanische Dienst wusste das, ist das der negative Höhepunkt der Affäre.“

Das alles sei ein „Sachverhalt von allerhöchster Brisanz“, fügte Bosbach hinzu. Und es stelle sich „natürlich auch die Frage, was die Amerikaner unter Partnerschaft eigentlich verstehen. Wir sind bisher davon ausgegangen, dass Partnerschaft bedeutet, dass man sicherheitsrelevante Informationen austauscht. Dass befreundete Dienste sich gegenseitig ausspionieren, hat mit Partnerschaft nichts zu tun.“

Über dts Nachrichtenagentur

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