Bosbach gegen muslimische Lieder in Weihnachts-Gottesdiensten

Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach ist gegen den Vorstoß von Politikern und Verbänden, in den Weihnachts-Gottesdiensten auch muslimische Lieder singen zu lassen. „Weihnachten ist kein Multi-Kulti-Hochamt, sondern ein christliches Fest, bei dem christliche Weihnachtslieder gesungen werden. Und dabei wird es auch bleiben“, sagte Bosbach der „Bild“.

FDP-Chef Christian Lindner betonte, mit Forderungen nach muslimischen Liedern in Weihnachts-Gottesdiensten würden Menschen „in die Arme der Pegida-Populisten“ getrieben. „Respekt und Toleranz dürfen nicht mit Gleichmacherei und Verlust von Identität verwechselt werden“, sagte Lindner der Zeitung. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) begrüßte den Vorstoß hingegen: „Ich würde den Jüdischen Glauben noch einbeziehen und ein gemeinsames Lied und ein gemeinsames Gebet aussuchen, aus dem gemeinsamen Vorrat der Abrahamitischen Religionen. Die Zentralräte der Juden und Moslems könnten da mit Katholischer und Evangelischer Kirche ein gutes Zeichen des Glaubens setzen.“ Der stellvertretende SPD-Chef Ralf Stegner sagte „Bild“, dass Zeichen der Verständigung zwischen den Religionen nötig und immer gut seien, „auch durch solche Gesten in Moscheen und Kirchen“.

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