Bischof will seinen Priestern Wohngemeinschaften mit Laien erlauben

Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der jüngste katholische Bischof Deutschlands, Passaus Oberhirte Stefan Oster, hat in der Debatte um den Zölibat die Möglichkeit von gemeinsamen WGs für Priester und Laien ins Spiel gebracht. „Wenn sich ein Priester bei mir meldet und allein mit zwei jungen Frauen eine WG aufmachen möchte, hätte ich als Bischof schon Fragen“, sagte Oster im Interview mit der „Welt“. „Aber wenn einer meiner Priester im Bistum eine weniger verfängliche Konstellation findet und dabei eine geistliche Lebensgemeinschaft sucht, wäre das aus meiner Sicht einen Versuch wert.“

Der Passauer Bischof lebt selbst in einer Vierer-WG mit zwei Laien und einer Ordensschwester. Oster sagte weiter, die Wohngemeinschaft erleichtere ihm das ehelose Leben. „Ich habe glücklicherweise drei Leute gefunden, die eine bestimmte Art von Leben mit mir teilen wollen und das bezieht sich vor allem auf gemeinsame Mahl- und Gebetszeiten. Wenn ich die nicht gefunden hätte, wäre ich auch ohne sie zum zölibatären Leben fähig. Aber sie erleichtern mir manches, keine Frage.“

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