Biberach/Laupheim – Warnung vor der Enkeltrick-Masche

polizei-bw-motorhaubeDie dubiosen Anrufen reißen nicht ab. In der Region erhielten dieser Tage wieder zahlreiche Bürger Anrufe von angeblichen Verwandten oder Bekannten. An Dienstagnachmittag wurden der Polizei zwei Fälle aus Laupheim und einer aus Schwendi gemeldet. Der Anrufer und die Anruferin wollten sich Geld ausleihen. Dies klappte jedoch nicht, weil sich die angerufenen Senioren nicht aus Glatteis führen ließen.

Dass dies leider nicht immer so ist, zeigt ein Fall aus dem Raum Biberach. Dort meldete sich dieser Tage ein Mann am Telefon einer 76-Jährigen und gab sich als der Ehemann ihrer Nichte aus. Für den Kauf einer Immobilie würde das Paar dringend eine finanzielle Unterstützung benötigen. Aufgrund der Dringlichkeit würde das Geld durch eine Frau bei ihr zu Hause abgeholt werden. Die Seniorin ließ sich durch die Redegewandtheit des Anrufers täuschen. Es kam zur Übergabe von einigen tausend Euro. Wohin die unbekannte Frau mit dem Geld verschwand ist nicht bekannt.

Die Gesuchte ist etwa 30 Jahre alt, 1,60 Meter groß und hat ein rundliches Gesicht mit dunklem Teint.

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.