Biberach – Kreistagsmitglieder informieren sich über alternative Energiekonzepte

Landkreis Biberach | 13.07.2011 | 260/2011

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Dr. Bruder machte dabei deutlich, dass die EnBW und damit auch die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) durch den beschlossenen Atomausstieg vor großen Herausforderungen stehen. Insbesondere gelte es für die Netzbetreiber sicherzustellen, dass durch die alternativen Energieformen wie Wind und Sonne die Grundlast im Netz dauerhaft gewährleistet sei. Man brauche zusätzliche Netze, um den Strom zu transportieren und zusätzliche Kapazitäten, um ihn speichern zu können. Für die dafür notwendigen Investitionen müsse man um Akzeptanz in der Bevölkerung werben, so Dr. Bruder.

 

Eine solche Speichermöglichkeit stellt ein Pumpspeicherkraftwerk dar, das die Mitglieder des Kreistages mit dem Werk Grimsel II am Samstagvormittag besichtigten. Ebenso informierten sie sich im Felslabor der NAGRA, der nationalen Genossenschaft für Lagerung radioaktiver Abfälle, über die Forschungen zu einer Endlagerstätte für Atommüll in der Schweiz.

„Angesichts des beschlossenen Atomausstiegs gewann die bereits im vergangenen Jahr geplante Reise an einer unglaublichen Aktualität. Von den Referenten und vor allem von Dr. Bruder wurde deutlich gemacht, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, diesen Atomausstieg zu bewältigen. Die Herausforderungen, die auf uns zukommen, sind zu bewältigen, wenn alle am gleichen Strang und in die gleiche Richtung ziehen“, so das Fazit von Landrat Dr. Heiko Schmid.

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