Biberach – Klinik plötzlich ohne Strom – Alarmpläne greifen – Notstromversorgung läuft problemlos an

Foto: THW

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Aufregung und Anspannung gam Donnerstagabend, 16.11.2017, im Klinikum Biberach. Etwa gegen 21.45 Uhr war plötzlich der Strom weg. Im gesamten Haupthaus mit Krankenzimmern, OP-Sälen und auch im Intensiv-Bereich.  Ksenjia Gajski, Mitglied der Klinikleitung, erkärte unserem Reporter etwa eine Stunde später. „Daraufhin sprang zwar unsere Notstromversorgung ein, ein Notfallplan trat in Kraft, die Rettungsleitstelle wurde benachrichtigt, diese alarmierte Feuerwehr und THW, technische Klinikmitarbeiter wurden in die KLinik gerufen, die Stadtwerke verständigt. Interessanterweise betraf dieser Stromausfall nur den Hauptkomplex und wohl auch andere Gebäude in der Strasse, nicht aber ein Nebengebäude des Klinikums. Wohl lag ein Defekt in der Zuleitung zum Krankenhaus vor, das war nach etwa 30 Minuten wieder im Griff, dennoch haben wir rein vorsorglich ein Kind mit Verdacht auf akute Blinddarm-Entzündung in eine andere Klinik verlegt. Alles lief hier ruhig und nach Plan ab, etwa 30 bis 35 Mitarbeiter und knapp 300 Patienten befanden sich zum Zeitpunkt des Stromausfalls in der Klinik. Auch die Intensivstation war betroffen, durch unsere Notstromversorgung war jedoch hier kein Patient in Gefahr. Wäre der Fehler nicht rasch gefunden und das Kabel schnell repariert worden, hätten wir einige Patienten in umliegende Krankenhäuser verlegen müssen. Auch unsere IT-Abteilung haben wir umgehend überprüft. Das Rechnersystem  war automatisch heruntergefahren worden. Beim Neustart waren aber alle Geräte  wieder im System und und sämtliche Daten wieder verfügbar.“

Das THW hält für solche Lagen Notstromaggregate bereit, die über das ganze Land verteilt sind. Innerhalb kurzerster Zeit kann das Technische Hilfswerk mit ihren Gerätschaften Strom in die Kliniken einspeisen und so den Betrieb wieder sicherstellen.